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Keine Müllverbrennung in Salzbergen Bürgerinitiative
gegen
Müllverbrennung
in
Salzbergen
e.V.


Archiv (Presseerklärung der BI vom 27.12.1999)




Archiv | Presse


Presseerklärung der Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung in Salzbergen

Stellungnahme zum Artikel und dem Kommentar vom 23.12.99 anlässlich der Ratssitzung vom 21.12.99 in Salzbergen.

Die Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung in Salzbergen hat die Emissionsminderungen durch das vorhandene Industriekraftwerk der SRS bezogen auf Staub, Schwefeldioxid und Stickoxide nie bestritten.
Es war also, diesen Punkt betreffend, keine "Lehrstunde" für die BI vonnöten. Es ist schlimm genug, dass uns diese Cocktails jahrzehntelang um die Nase wehten und auch noch später um die Nase wehen werden, wenn dann auch in geringeren Frachten und anderer Zusammensetzung, jedoch zusammen mit weiteren Stoffen, die zusätzlich bei der Müllverbrennung entstehen werden.
Von diesen Stoffen ist ein großer Anteil den Wissenschaftlern nicht bekannt. D.h. auch ihre toxikologische Wirkung ist unbekannt.

Allerdings gab Prof. Dr. Dr.Lüpke der BI sogar in wesentlichen Punkten Recht:

Die Betrachtungen von Prof. Lüpke bezogen sich auf den sogenannten Normalbetrieb. Eventuelle Störfälle wurden von ihm nicht betrachtet. Gerade dies ist jedoch sehr wichtig.

Es bleibt auch die Frage, warum sollten die Bürger in Salzbergen mehr Schadstoffe akzeptieren als unbedingt "notwendig". Technisch sind bessere Lösungen möglich. Dass diese Lösungen betriebswirtschaftlich vom Betreiber nicht erwünscht sind, da bedeutend teurer, liegt auf der Hand.
Da Herr Dr. Schulz von der VEW der Meinung ist, dass "seine Anlage" Spitzenreiter in Bezug auf mindere Emissionen sein wird ( die BI versteht das in Hinblick auf Messergebnisse im Betrieb), wird sich der Betreiber an dieser Aussage wohl später mit anderen Anlagen messen lassen müssen.
Wir wünschen ihm wirklich, das er Recht behält.

Zum Kommentar des Herrn Jungeblut erklärt die BI abschliessend allgemein, dass er offenbar nicht verstanden hat, warum sie sich gegen eine MVA engagiert. Die Energieversorgung sollte alternativ mit einer anderen Anlage erzeugt werden, die viel weniger kritische Emissionen und Risiken erzeugt. Eine Risikotechnologie, wie der Betrieb einer MVA sie darstellt, hat in so dichtem Abstand zur Wohnbebauung und zu Schulen bzw. Kindergärten heute nichts mehr zu suchen.
Ausserdem favorisieren wir die Müllvermeidung. Eine MVA bewirkt genau das Gegenteil.

Winfried Furch
1.Vorsitzender BI gegen Müllverbrennung in Salzbergen

Siehe auch, was die Presse daraus so macht: "Das hat im Ort nichts zu suchen" vom 29.12.1999.