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Keine Müllverbrennung in Salzbergen Bürgerinitiative
gegen
Müllverbrennung
in
Salzbergen
e.V.


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Infostände

Salzbergen. (BI Eigenbericht)
Am Freitag, den 19.11.1999 und Samstag, den 20.11.1999 haben wir die Salzbergener Bevölkerung an drei Infoständen über unsere Ziele infomiert. Ein weiterer Schritt, um zu zeigen, daß das Thema MVA in Salzbergen noch nicht "gegessen" ist.

Bei leider reichlich ungünstigem Wetter verteilten wir unsere Infoblätter (siehe unten) unter den Interessierten und das waren eine Menge. Viele machten uns Mut, trotz des Wetters durchzuhalten (die Temparatur um den Nullpunkt, Regen Schnee..), denn Sie waren froh, daß wir laut sagten, was auch sie meinten: "Keine MVA in Salzbergen!"

Infostand vorm Lidl
Infostand vorm Lidl

Besonders angetan war ich von der spontanen Hilfsbereitschaft einer Mitbürgerin: "Ihr habt doch sicherlich schrecklich viel Arbeit damit, wo kann ich denn da mitarbeiten."

Natürlich gab es auch einige, die sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz machten. Die Sorge ist verständlich, auch wenn sie nicht immer auf Tatsachen beruhen. Die SRS schreibt heute schwarze Zahlen, auch ohne MVA. Die MVA wird eine eigene Firma sein, die SRS kann also auch rote Zahlen schreiben, wenn sich die MVA-Betreiber auf unsere Kosten (unserer Umwelt) goldene Nasen verdienen. Und glauben sie bloß nicht, daß eine 90 Millionen teure MVA abgestellt wird (ausgelegt aus 30 Jahre Laufzeit), nur weil die SRZ trotzdem Probleme bekommt, wenn Großkunden wie z.B. die Aral in Zukunft abspringen könnten.

Infostand vorm K+K
Infostand vorm K+K

Eine weitere Gruppe, war zwar durchaus unserer Meinung, sah aber in unserer Aktion wenig Sinn: "Das ist doch längst beschlossene Sache." "Die da oben machen doch was sie wollen." "Die bauen die MVA doch sowieso." etc.

HALT

Hier möchte ich entschieden widersprechen! Diese MVA wäre nicht die erste, die durch engagierten Widerstand von Bürgern verhindert worden wäre. Nur wenn man laut genug sagt, was man will, hat man ein Chance, Gehör zu finden. Unsere Ratsherren und -Frauen lehnen sich schon zurück: "Vehring geht davon aus, daß die Bezirksregierung als Genehmigungsbehörde die vom Rat in einer gemeinsamen Stellungnahme vorgebrachten Bedenken sorgfälltig prüfen wird." (LT vom 20.11.1999) Mit anderen Worten, sie sind zur Zeit untätig.

Deshalb müssen wir (die Bürger Salzbergens und Umgebung) uns selbst darum kümmern, denn sonst wird die MVA in der Tat bald vor unserer Haustür stehen.


Infostand vorm Aldi/Combi

Einen weiteren Vorwurf mußten wir uns auch anhören: "Ihr seit doch gegen alles. Wo soll der Müll denn hin?" Auf eine Diskusion ließen sich diese Menschen leider nicht ein, zu vorgefestigt war die Meinung.
Es gibt aber Alternativen zur Müllverbrennung, es gibt andere Müllkonzepte. Da wären so Dinge wie Müllvermeidung, da glänzt das Emsland überhaupt nicht (siehe Kreis Steinfurt und Münsterland). Da gibt es MBAs (Mechanisch-Biologosche Anlagen), wie sie z.B. in Wilsum. Und, und, und ..

Zugegeben, davon wußte ich früher auch nichts. Damit auch Sie wissen, worum es eigentlich geht, was man tun kann und wie es weitergehen soll, damit "die da oben" eben nicht mit uns machen, was sie wollen, hat die BI einen ausführlichen Infoabend vorbereitet. Als "Müllfachmann" haben wir Klaus Koch von "DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Deutschland e.V" eingeladen.

Klaus Gödde
Lerchenweg 1
48499 Salzbergen





So sah unser "Infoblatt" aus:

http://www.mva-salzbergen.firstpage.de

Bürgerinitiative gegen
Müllverbrennung in Salzbergen
(130 Mitglieder)

Info

Das geht alle an!







(*)
Am Freitag, den 26.11.1999 um 19.30 Uhr, werden wir in der Saal des "Alten Gasthauses Schütte", Bahnhofstraße 3, einen Informationsabend für alle Bürger veranstalten. Wir werden unsere Ziele und den Stand der Dinge bzgl. der MVA erläutern und Herr Klaus Koch von "DAS BESSERE MÜLLKONZEPT Deutschland e.V" wird uns mehr über Technik (MVA, MBA usw.) und Alternativen zur Müllverbrennung berichten.
Achten Sie auch auf die Ankündigung in der Lokalpresse!