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Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung in Salzbergen e.V. |
Presse

Quellenangabe: Lingener Tagespost, 23.05.2000, Lokales
"Ergebnisse der Gutachter sind nicht aussagekräftig"
Müllverbrennung: Bürgerinitiative kritisiert Landkreis
Salzbergen
Die gutachterlichen Ergebnisse des TÜV Hannover und des Bodensachverständigen, die die "Vorbelastung" in Salzbergen im Zusammenhang mit der geplanten Müllverbrennungsanlage (MVA) klären sollten, sind nach Ansicht der Bürgerinitiative (BI) gegen Müllverbrennung in Salzbergen "mehr als fraglich und nicht aussagekräftig."
In einer Presseerklärung vertrat der Sprecher der BI, Winfried Furch, die Auffassung, dass die Gutachten nicht geeignet sind, den Verdacht einer fehlenden Vorbelastung in Salzbergen durch die Raffinerie zu belegen. Furch: "Sie dienen lediglich dazu, die Bevölkerung vor Ort zu beruhigen und zu belegen, dass von der Raffinerie keinerlei Belastung ausgeht und man bedenkenlos die zu erwartenden Emissionen, der geplanten MVA hinzunehmen hat."
Als in "höchstem Maße besorgniseregend" bewertet die Bürgerinitiative in diesem Zusammenhang die "völlig kritiklose Übernahme und Präsentation derart fragwürdiger Ergebnisse durch den Landkreis Emsland, allen voran durch Oberkreisdirektor Bröring". Der BI-Sprecher: "Eine etwas ausgewogenere Vorgehensweise zu Gunsten der Bürger in Salzbergen ist mehr als überfällig."
Die BI wies darauf hin, dass das von Dr. Waldemar Schulz (VEW Energie) bereits für Dezember letzten Jahres angekündigte Gutachten erst jetzt dem Landkreis Emsland vorgestellt worden sei. "Das dem Landkreis vorgelegte Gutachten wurde von der VEW, genauer gesagt vom Projektleiter der geplanten MVA, Dr. Schulz, offensichtlich zusammengefasst", mutmaßte Furch und fügte hinzu: "Dadurch ist die Vollständigkeit der vom TÜV Hannover durchgeführten Messungen für Außenstehende nicht nachvollziehbar."
Die vom Antragsteller in Auftrag gegebenen Messungen sind nach Meinung des Bl-Vorsitzenden weder von der Art, der Dauer und auch nicht von der Anzahl der gemessenen Schadstoffe her geeignet, die Schlussfolgerung zu ziehen, dass es keine Vorbelastung mit Schadstoffen in Salzbergen gibt. Die Raffinerie werde als möglicher Verursacher für leicht erhöhte Werte ausgeschlossen.
Die BI nannte des Weiteren folgende Kritikpunkte:
Siehe auch Beruhigungspille? vom 23.05.2000
Siehe auch Die Gutachten bestätigen eine geringe Vorbelastung vom 10.05.2000