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Archiv (Pressebericht über die Veranstaltung "Salzbergen: Wird radioaktiver Müll verbrannt?" von den Bündnis 90/Die Grünen vom 19.9.2000)




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Pressebericht über die Veranstaltung "Salzbergen: Wird radioaktiver Müll verbrannt?" von den Bündnis 90/Die Grünen vom 19.9.2000

Salzbergen 22.09.2000

"Ein brisantes Thema", so läutete Klemens Grolle, der Kreissprecher der Bündnis 90/Die Grünen vom Kreis Emsland-Süd, den von Bündnis 90/Die Grünen organisierten Informationsabend ein. Zunächst berichtete Ellen Pfennig als 2.Vorsitzende der BI gegen die Müllverbrennungsanlage den Stand des Verfahrens. "Wir werden weiter rechtliche Schritte gegen die Errichtung der MVA in Salzbergen unternehmen. Ein Vorbescheid sagt noch gar nichts. Unser Rechtsanwalt Klaus Kalle sieht berechtigte Chancen im Verfahren etwas zu erreichen.", so äußerte sich Ellen Pfennig. Sie verwies außerdem auf die in der letzten Ratssitzung in Salzbergen vom 12.9.00 geäußerten Vorwürfe gegen den Gemeindedirektor von Salzbergen Herrn Mäteling, die nach Akteneinsicht in das Verfahren deutlich geworden sind. "Es sind viele Schreiben vom Gemeindedirektor an die Bezirksregierung gegangen, in denen Aussagen gemacht werden, die im Widerspruch zum gefaßten zum Ratsbeschluss stehen." ergänzte Ellen Pfennig.

Dorothea Steiner, Ellen Pfennig, Klemens Grolle

Christopher König Christopher König als Referent stellte die wesentlichen Änderungen der Strahlenschutzverordnung vor, aus denen hervorgeht, dass die Freigabe der sogenannten schwach radioaktiven Stoffe aus der atomaren Überwachung entlassen und somit dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz zugeführt wird. "Kann auf diesem Wege der radioaktive Müll in der MVA Salzbergen laden?", war die Frage vom Kreissprecher Klemens Grolle. Diese Frage wurde eindeutig mit "Ja!" beantwortet. Christopher König wies Darauf hin, dass die als Verbesserung angepriesene Veränderung in Wirklichkeit eine Verschlechterung für die Menschen bedeutet, da die Belastungsgrenzwerte von radioaktiver Strahlung herabgesetzt werden soll.

Dorothea Steiner, die Mitglied im Landtag Niedersachsen für die Bündnis 90/Die Grünen ist, machte deutlich, dass allgemein Überkapazitäten an vorhandenen MVA`s bestehen und somit MVA`s nur unwirtschaftlich betrieben werden können "Höhere Kosten für die Bewirtschaftung haben automatische höhere Kosten für den Verbrauchen zur Folge", so machte sie deutlich. "Da man Müll für die MVA`s sucht, wird auch in Salzbergen aller Müll, möglicherweise auch radioaktivbelastetes Material landen, denn es ist als solches nicht mehr kenntlich gemacht." "Ein schrecklicher Gedanke!", so rief eine Anwesende.





Bericht: Ellen Pfennig / BI Salzbergen



Siehe auch: Darf in Salzbergen auch Atommüll verbrannt werden? vom 04.10.2000
Siehe auch: Darf in Salzbergen auch Atommüll verbrannt werden? vom 23.09.2000
Siehe auch: Darf in Salzbergen auch Atommüll verbrannt werden? vom 14.09.2000
Siehe auch: Einladung zur Veranstaltung am 19.09.2000, 20.00 Uhr, Hotel zur Ems
Siehe auch: Salzbergen: Wird radioaktiver Müll verbrannt? vom 15.09.2000