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Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung in Salzbergen e.V. |
Presse

Quellenangabe: Lingener Tagespost, 09/1999, Leserbriefe
Wenig Rücksicht
Betr.: "Gegner der Anlage lassen es an Fairness missen" (LT vom 7. September)
"Es ist schon abenteuerlich, wie neuerdings Industrievertreter im Emsland auftreten und mehr 'Faimess' für ihre Planungen fordern, wie Anfang dieser Woche die Manager von SRS und VEW für ihre Müllverbrennungsanlage in Salzbergen. Man muss sich diese Argumentation einmal auf der Zunge zergehen lassen: In einem Land wie Deutschland, wo jeder, der genug Geld hat, Industrieanlagen bauen darf, so viel wie er will, stoßen die 'armen Bosse' auf offene Ohren, wenn sie den Gegnern der MVA vorwerfen, sie ließen es an Fairness missen.
Ja, wo sind wir denn? Wer (fast) immer das Recht nur auf seiner Seite hat und beim Bau der MVA in Salzbergen nur wenig Rücksicht auf die Interessen der Anwohner zu nehmen braucht, sollte sich lieber klammheimlich freuen, dass in Salzbergen der Widerstand so gering ist und dass die Betreiber vermutlich schneller ihre Genehmigung bekommen werden als ihre Kollegen am Standort in Bramsche, wo die Bauanträge schon viel früher gestellt wurden.
Außerdem: Gibt es gerecht verteilte Chancen im,Spiel', so dass auch die Gegner in einen fairen Wettbewerb eintreten können? Waren denn Herr Dr. Hollstein und Herr Dr. Schulz fair?
Wo, um alles in der Welt, sind Sie denn fair?"
Michael Fuest
Am Waldhügel 8
49811 Lingen