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Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung in Salzbergen e.V. |
Presse

Quellenangabe: Lingener Tagespost, 09/1999, Leserbriefe
Tief betroffen
Betr. "Gegner lassen es an Fairness missen" und Kommentar "Wenig Solidarität" von Ludger Jungeblut im Zusammenhang mit dem Thema "Müllverbrennungsanlage in Salzbergen" (LT vom 7.9.)
"Als Salzbergener Bürgerin bin ich tief betroffen. Wie kann ein Herr Dr. Hollstein die Sorgen und Ängste der Salzbergener Bürger und Politiker über den Bau einer Müllverbrennungsanlage mit der Legung von lebenerhaltenden Bypässen in der Herzchirurgie vergleichen. Die Salzbergener Politiker haben das Recht und vor alIen Dingen die Pflicht, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zum Wohl ihrer Bürger und Bürgerinnen einzutreten.
Da es sich bei unseren Politikern, wie übrigens überall in er Politik, nicht unbedingt um Experten in allen aufkomnden Fragen jeglicher Ressourcen handelt, sind auch sie darauf angewiesen, Expertenmeinung einzuholen. Diese mit dem von Herrn Dr. Hollstein, wie ich finde, mehr als anmaßenden Vergleich vom Tisch zu wischen zeigt mir eine aufkommende Beunruhigung des Unternehmens. Denn was da auf sie zukommt, gefällt der Firma nicht. Mehr Sicherheit ist natürlich mit mehr Kosten verbunden. Diese Einstellung kann ich aus menschlicher Hinsicht nur verurteilen. Aus wirtschaftlicher Sicht ist sie natürlich verständlich.
Nun lautet meine Frage: 'Wollen wir einen sicheren Wirtschaftsstandort Salzberggen (kann es den überhaupt geben?), oder wollen wir für uns und unsere Kinder eine begrenzte Belastung der schädlichen Umwelteinflüsse?' Das beste Ergebnis zum Wohle der Salzbergener Bürger und Bürgerinnen zu erzielen liegt in der Hand unserer Politiker."
Angelika Salewski
Ernskämpe 16
48499 Salzbergen