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Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung in Salzbergen e.V. |
Presse

Quellenangabe: Lingener Tagespost, 24.11.1999, Lokales, Leserbrief
MVA nie umweltfreundlich
Betr: "Zukunftsfähige Konzepte nicht durch Ideologie zunichte machen" (LT vom 18.11.99).
"Der Versuch von Herrn Holstein bei dem Besuch von FDP Politikern für das geplante Industriekonzept MVA zu werben, kann als gescheiterter Versuch gewertet werden. Wenn versucht wird mit Politikern, die zu Salzbergen kaum oder gar keinen Bezug haben, Werbung für die MVA zu machen, ist dies wenig glaubwürdig für die Bürger. Dies lässt die hier so dringend benötigte Bürgernähe nur noch erahnen. Wenn dies dann auch noch "die Partei der Besserverdienenden " ist, wird's noch unglaubwürdiger.
Wer von zukunftsträchtigen Konzepten, oder gar von einem Quantensprung spricht, sollte erst einmal erläutern, ob er weiss, was die Begriffe zukunftsfähig oder auch nachhaltig überhaupt bedeuten. Eine Müllverbrennungsanlage ist niemals umweltfreundlich. Es gibt hier nur, je nach Anlagentyp, ein kleineres oder sehr grosses Übel. Hiermit müssen die Bürger Salzbergens bei einem Bau der MVA künftig leben. Nicht diejenigen, die es letztendlich zu entscheiden haben.
Dem Konzept der SRS / VEW fehlen wesentliche Punkte. Hier nur einige wenige:
Die geplante Betriebsdauer für die MVA beträgt mindestens 30 Jahre. Bei einer derart weitreichenden Entscheidung für die Bürger in Salzbergen und Umgebung, können diese verlangen, ernst genommen zu werden. Es handelt sich hier nicht um Minderheiteninteressen. Ausserdem müssen auch die Interessen derjenigen, die sich heute noch nicht wehren können, aber künftig evtl. damit leben müssen mit vertreten werden. Nämlich die Interessen der Kinder, die im übrigen viel empfindlicher gegenüber den zu erwartenden Schadstoffen sind als Erwachsene. Unsere vorgebrachten Argumente sind sachlich richtig und fundiert. Wir haben, im Gegensatz zur Gegenseite, keine wirtschaftlichen Vorteile durch unser Handeln zu erwarten.
Wenn Bürger Ängste vorbringen, sind diese immer berechtigt. Diese als ideologisch geprägt von der Hand zu weisen ist beschämend für diejenigen, die sich derart äussern."
Martin Scholz
48499 Salzbergen
Siehe auch "Zukunftsträchtige Konzepte nicht durch Ideologie zunichte machen" vom 18.11.1999.