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Lingener Tagespost

Quellenangabe: Lingener Tagespost, 20.11.1999, Lokales

MVA: Bürgerinitiative will Salzbergener befragen

Projektleiter Dr. Schulz hält nichts von neuem Treffen

Salzbergen (lj)
Die Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung in Salzbergen will wegen der geplanten Müllverbrennungsanlage (MVA) bei der Schmierstoffraffinerie (SRS) in Salzbergen eine Bürgerbefragung durchführen. Das kündigte Vorsitzender Winfried Furch am Freitag gegenüber unserer Zeitung an.

Die Wahlunterlagen sollen bis zum 2. Dezember an alle wahlberechtigten Salzbergener Bürger verteilt werden. Nach Angaben von Furch findet die öffentliche Auszählung am 11. Dezember um 18 Uhr in der Gaststätte "Alt Salzbergen", Bahnhofstraße, statt.

Die Bürgerinitiative (BI) tritt am Freitag, 26. November, um 19.30 Uhr im Saal Schütte zu einer öffentlichen Mitgliederversammlung zusammen. Neben den Berichten der BI über den Verlauf des Erörterungstermins am 2. und 3. November stehen u.a. Referate von Klaus Koch vom Bundesvorstand "Das bessere Müllkonzept" sowie vom ernsländischen Kreistagsabgeordneten Michael Fuest (Bündnis 90/Die Grünen) auf der Tagesordnung.

Der BI-Vorsitzende unterstrich, dass man in Salzbergen keine Spaltung der Bevölkerung hervorrufen wolle. "Wir meinen aber, dass der eventuelle Betreiber der MVA auf Konsens mit der gesamten Bevölkerung - jetzt und auch später - setzen sollte." Zum Konsens gehöre aber auch, "dass so ungeschickte Äußerungen des SRS -Geschäftsführers Dr. Horst Hollstein anlässlich der Visite von FDP-Politikern unterbleiben" (siehe LT vom 18. November). Einen "Quantensprung in der Umwelttechnik" werde Dr. Hollstein nie vollbringen können.

Furch schlug vor, dass sich alle Beteiligten einschließlich der fachlichen Berater der BI Anfang Dezember an einen Tisch setzen und "ruhig und sachlich" das Thema Müllverbrennungsanlage erörtern. Davon hält Projektleiter Dr. Waldemar Schulz (VEW Energie AG) allerdings gar nichts, wie er gegenüber unserer Zeitung deutlich machte: "Das wäre lediglich eine Wiederholung des Erörterungstermins." Schulz bestätigte, dass die Bezirksregierung ein Gespräch vorgeschlagen habe. "Wenn die Bezirksregierung darauf besteht, werden wir natürlich kommen", sagte Schulz.




Siehe auch

"Zukunftsträchtige Konzepte nicht durch Ideologie zunichte machen" vom 18.11.1999.

Leserbrief: Zum Art. In der Lingener Tagespost vom 18.11.99 "Zukunftsfähige Konzepte nicht durch Ideologie zunichte machen" vom 18.11.1999.



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