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Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung in Salzbergen e.V. |
Presse

Quellenangabe: Lingener Tagespost, 04.09.2004, Kreis Emsland
"Diese Inbetriebnahme, ist, ein Quantensprung"
Thermische Abfallbehandlungsanlage Salzbergen läuft
Salzbergen (el)
Als einen Quantensprung für den Raffinerie-Standort Salzbergen bezeichnete der Vorstandsvorsitzende
der H&R WASAG AG, Dr. Horst Hollstein, gestern die Inbetriebnahme der thermischen Abfallbehandlungsanlage (TAS) der SRS-EcoTherm.
Vor einigen Jahren habe das Salzbergener Unternehmen vor der ernsthaften Frage gestanden: "Zumachen oder weitermachen?" Neben Strukturproblemen sei der Standort ein besonderer Wettbewerbsnachtell gewesen. Die enormen Transportkosten würden für Betriebe an der Küste beispielsweise nicht anfallen. Dr. Hollstein bezeichnete diesen Wettbewerbsnachtell als "K.o.- Kriterium".
Dank sagte der Vorstandsvorsitzende allen am Projekt beteiligten Personen, Behörden und Firmen. Stellvertretend für alle würdigte Hollstein das Engagement der Gemeinde Salzbergen und des Landkreises Emsland.
"Am Anfang war die Idee", ließ Dr. Johannes Lambertz, Vorstand RWE Power AG, den Ablauf des gesamten Verfahrens von der Geburtsstunde der Idee bis zur offiziellen Inbetriebnahme Revue passieren. Grund für die Überlegungen sei seinerzeit der Bedarf des Schmierstoff-Raffinerie-Salzbergen (SRS) an preiswerter Energie gewesen. "Was lag da näher, als die Aufgaben von Ver- und Entsorgung zu koppeln?" Mit der thermischen Abfallbehandlungsanlage könne die Raffinerie jetzt mit wirtschaftlicher Energie versorgt werden, sah Lambertz das Kostenproblem als Wettbewerbsnachtell im Grunde behoben. Der Landkreis Emsland profitiere gleich mehrfach von der TAS. Die Region habe sich für 20 Jahre für eine moderne Technik zur Verwertungder Siedlungsabfälle entschieden. Zudem stelle die TAS für die Zukunft einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor dar. Auch aus arbeitsmarktpolitischer Sicht sei das Projekt für die emsländische Region von Bedeutung.
Als einen wichtigen Aspekt bezeichnete der RWE-Vorstand den Umweltgedanken. Die Umwelt werde erheblich entlastet, weil die Siedlungsabfälle als Brennstoff die begrenzten Ressourcen der Natur verschonten. Die Emissionen der Gesamtanlage gingen um bis zu 80 Prozent zurück, weil zwei der insgesamt vier schwerölgefeuerten Kessel der Raffinerie stillgelegt würden.
"Wir wussten von Anfang an, dass mit der TAS Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden und dass eine aktive Umweltpolitik betrieben wird", begründete Landrat Hermann Bröring die Bereitschaft des Landkreises Emsland, das für die gesamte Region bedeutende Projekt mitzutragen. Das allgemeine Lob für die zügige Bearbeitung seiner Behörde nahm Bröring gerne auf und meinte an die vielen Unternehmer gerichtet, die aus ganz Deutschland nach Salzbergen gekommen waren: "Wenn Sie Optimismus brauchen, dann kommen Sie gerne zu uns!"
Für die Gemeinde Salzbergen würdigten Bürgermeisterin Anni Brinker und Gemeindedirektor Karl-Heinz Mäteling die Inbetriebnahme als "einen wichtigen Schritt in die Zukunft".
DIE INBETRIEBNAHME der thermischen Abfallbehandlung der SRS EcoTherm wurde von den
Betreibern und Gästen äls wichtiger Schritt in eine erfolgreiche Zukunft bezeichnet.
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RUND 120000 TONNEN Siedlungsabfälle aus der Region Weser-Ems werden in der TAS verbrannt und in 50 Tonnen Dampf pro
Stundefürdie Raffinerle umgewandelt. Der Müll aus dem mittleren und nördlichen Emsland wird per Bahn angeliefert. Fotos: el
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