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Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung in Salzbergen e.V. |
Presse

Quellenangabe: Lingener Tagespost, 22.07.2006, Kreis Emsland
"Emissionsgrenze ist nicht überschritten worden"
Werte bei thermischer Abfallbehandlungsanlage in Salzbergen unter dem gesetzlichen Vorsorgewert
OSNABRUCK/SALZBERGEN. "Der Grenzwert nach der 17. Bundesemissionssehutzverordnung ist durch die thermische Abfallbehandlungsmlage in Salzbergen (TAS) zu keinem Zeitpunkt überschritten worden." Damit reagierte nicht nur die SRS Eco Therm GmbH in Salzbergen als Betreiber, sondern auch das Gewerbeaufsichtsamt jetzt auf die Anfrage des Salzbergener Sozialdemokraten Willi Jansen, der in der Kreistagssitzung am 17. Juli den Vorwurf angeblich erhöhter Dioxinemissionen bei der TAS erhoben hatte.
Die Gewerbeaufsicht stellte fest, "dass die Emissionswerte für Dioxine bei fünf von sechs Messungen weit unter, dem im Genehmigungsbescheid bereits halbierten gesetzlichen Grenzwert von 0,05 Nanogramm/Kubikmeter lagen". Bei dem angesprochenen "erhöhten" Dioxinwert von 0,074 ng/Kubikmeter handele es sich um einen Messwert nach einer Kesselreinigung - dies sei aber noch unter dem gesetzlich festgelegten Vorsorgewert von 0,1 ng/Kubikmeter.
Wie es aus dem Gewerbeaufsichtsamt weiter heißt, sind die erforderlichen Maßnahmen veranlasst und seitens der Betreiber auch umgesetzt worden. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen soll durch eine geplante außerordentliche Messung nach der, nächsten bevorstehenden Kesselreinigung überprüft werden.
Auch ein Sprecher der SRS Eco Therm erklärte, dass bei einem Anfahrvorgang der standortspezifische Grenzwert zwar überschritten, doch der zulässige Höchstwert noch um 30 Prozent unterschritten worden sei. "Sofort eingeleitete Maßnahmen haben sich bewährt, alle späteren Messungen haben nur sehr geringe Werte ergeben."
Erläuterungen:
Der genehmigte Grenzwert für Dioxine für die "thermische Abfallbehandlungsmlage in Salzbergen (TAS)" liegt bei 0,05 Nanogramm/Kubikmeter.
Der gemessene Wert in der Anfahrphase der Anlage lag bei 0,074 Nanogramm/Kubikmeter.
0,074 ist größer als 0,05 und zwar um 0,024 Nanogramm/Kubikmeter (=48 Prozent). Damit ist der genehmigte Grenzwert definitiv überschritten worden.
In der 17. BImSchV gibt es einen Wert für Dioxine von 0,1 Nanogramm/Kubikmeter. Dieser Wert mag bei anderen Müllverbrennungsanlagen zur Anwendung gekommen sein, in Salzbergen spielt er jedoch keine Rolle, da hier der genehmigte Wert bei 0,05 Nanogramm/Kubikmeter liegt!Der Wert aus der 17. BImSchV, der für Salzbergen irrelavant ist, wird im obigen Artikel auch als "Grenzwert nach der 17. Bundesemissionssehutzverordnung", "gesetzlich festgelegten Vorsorgewert" oder auch als "zulässige Höchstwert" bezeichnet.
Klaus Gödde, 23.07.2006