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Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung in Salzbergen e.V. |
Presse

Quellenangabe: Lingener Tagespost, 05.04.2007, Kreis Emsland
"Energiekonzept ist erfolgreich"
Salzbergen: Durch Müllverbrennung niedrigere Abgas-Emissionen
bm SALZBERGEN. "Was wir versprochen haben, haben wir nicht nur gehalten, sondern weit darüber hinaus erfüllt." Das sagten gestern die beiden Geschäftsführer der SRS Eco Therm, Dr. Waldemar Schulz und Hainer Büter, in einem Pressegespräch in Salzbergen.
"Durch die Inbetriebnahme der Müllverbrennungsanlage im Frühjahr 2004 hat es vier Gewinner gegeben: den Bürger in Salzbergen, die Umwelt, den Landkreis Emsland und nicht zuletzt die H&R ChemPharm", erklärten die beiden Geschäftsführer unisono.
Den Grund für diese durchweg positive Stimmung nannte Schulz dann auch sofort ergänzend: "Die niedrigen Abgasemissionen führten bereits zu einer erheblichen Entlastung der abgegebenen Jahresmengen für Schwefeldioxid, Stickstoffoxide und Staub gegenüber dem Jahr 2000." Die beiden eindeutigen Gewinner seien hier die Bürger und die Umwelt.
Kreis Hauptlieferant
Ein Blick zurück: Seit 2004 betreibt die SRS Eco Therm am Standort der H&R ChemPharm in Salzbergen eine Müllverbrennungsanlage (MVA) und zwei schwerölgefeuerte Dampferzeuger im Industriekraftwerk (IKW) zur Energieversorgung des Raffineriestandortes. Das Energiekonzept sieht vor, dass etwa zwei Drittel des benötigten Prozessdampfes aus der Abfallbehandlung gewonnen und der restliche Dampfbedarf in den schwerölgefeuerten Kesseln des IKW erzeugt wird. Als Hauptlieferant für die benötigten Äbfälle nannten die beiden Geschäftsführer den Landkreis Emsland.
Büter: "Auch hier konnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die H&R ChemPharm bekommt ihre Energie zum größten Teil aus der MVA und braucht somit kein teures Schweröl mehr zu verfeuern, und der Landkreis Emsland kann sich heute kostengünstig seines Mülls entledigen - also wieder zwei Gewinner."
Vor diesem Hintergrund erläuterte Schulz, dass man nun auch die Schwerölkessel des IKW um eine Rauchgasreinigungsanlage erweitert habe. Dadurch würden unter anderem Staub und Stickoxide um ein Vielfaches verringert. "Wir haben schon jetzt, ohne dass wir es gesetzlich hätten tun müssen, die Rauchgasreinigung mit einem Investitionsvolumen von etwa vier Millionen Euro nachgerüstet. Ein Indiz dafür, dass wir auch hier den besten technisch, machbaren Weg beschreiten", erklärte der Geschäftsführer.
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| Passt auf, dass der Müll in der MVA richtig gemischt wird: Kranführer Thomas Hummel an seinem Arbeitsplatz. Fotos:bm |
Schulz und Büter machten keinen Hehl daraus, dass im November 2005 die für die MVA genehmigten Werte für Dioxine und Furane überschritten worden seien. Schulz: "Zwar haben diese Werte noch unter denen der gesetzlichen Vorgabe gelegen, aber eben über dem von uns selbst gesteckten Ziel. Daraus haben wir gelernt und mit der Überwachungsbehörde entsprechende Maßnahmen umgesetzt."
Standort gesichert
Unter dem Strich lasse sich sagen, dass das Energiekonzept in Salzbergen erfolgreich umgesetzt worden sei. Trotz des erheblichen Standortnachteils der Raffinerie und der hohen Ölpreise konkonnten unter anderem durch die beschriebenen Maßnahmen der Standort gesichert wird und die Arbeitsplätze erhalten bleiben.
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| Sorgen dafür, dass die MVA rund läuft: die beiden Geschäftsführer Heiner Büter und Dr. Waldemar Schulz (rechts). |