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Bürgerinitiative gegen Müllverbrennung in Salzbergen e.V. |
Presse

Quellenangabe: Lingener Tagespost, 03.09.2010
Betreiber der MVA wurden heftig kritisiert
Alfred Vehring: Sie haben uns hintergangen
Salzbergen. „Ich habe damals an den Verhandlungen zum Bau der MVA teilgenommen, und ich kann Ihnen sagen, dass wir damals den Abfallannahmekatalog reduziert haben. Das, was Sie uns hier heute vorstellen, ist ein Vertrauensbruch, weil Sie sich nicht an unsere Verabredung gehalten haben. Deshalb lehnen wir diesen Antrag auf Erweiterung der Müllannahme ab.“
Deutliche Worte gab es vom Ratsvorsitzenden der Gemeinde Salzbergen, Franz-Josef Evers, an die Adresse von Dr. Waldemar Schulz, RWE, und den Betriebsleiter der Müllverbrennungsanlage SRS Ecotherm, Erwin Junker.
Aber nicht nur Evers kritisierte die Vorgehensweise der MVA-Betreiber. In die gleiche Kerbe schlug auch Alfred Vehring, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat: „Ich bin maßlos enttäuscht, dass Sie uns so hintergangen haben“, wetterte Vehring.
„Zerstörtes Vertrauen“
„Wir haben uns etwas dabei gedacht, als wir diesen Abfallannahmekatalog erstellt haben, und nun erfahren wir über die Gewerbeaufsicht in Oldenburg, dass Sie die Öffentlichkeit nicht beteiligen wollten. Sie werden viel tun müssen, um das zerstörte Vertrauen wiederherzustellen“, kritisierte Vehring und ergänzte: „Bekommen Sie Ihre Anlage erst einmal wieder in den Griff, und ziehen Sie den Antrag zurück.“
„In kann meinem Vorredner nur zustimmen und teile seine Verärgerung über diesen Antrag der SRS“, erboste sich Willi Jansen, SPD-Fraktionschef im Rat der Gemeinde, über die Vorgehensweise der SRS-Ecotherm-Betreiber. „Sie haben versucht, uns, die Verwaltung und die Bürger über den Tisch zu ziehen – so geht das nicht weiter. „Bekommen sie erst einmal ihre MVA beim Anfahren wieder in den Griff, anstatt sie scheibchenweise in eine Sondermüllverbrennungsanlage mutieren zu lassen“, ließ Jansen abschließend seiner Verärgerung freien Lauf.