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Keine Müllverbrennung in Salzbergen Bürgerinitiative
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in
Salzbergen
e.V.


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Lingener Tagespost

Quellenangabe: Lingener Tagespost, 07.12.1999, Kreis Emsland

Arbeiter für MVA

Salzbergen. Die Arbertnehmervertretung der Schmierstoffraffinerie Salzbergen (SRS) bedauert im Zusammenhang mit der geplanten Müllverbrennungsanlage (MVA) die "in der letzten Zeit nicht objektiv geführte Diskussion" und steht weiterhin dem Bau einer MVA positiv gegenüber. Das unterstrichen Betriebsrat und Vertrauensleute in einer Erklärung.





07.12.1999, Lokales

Arbeitnehmervertretung begrüßt Bau der MVA

"Diskussion in letzter Zeit nicht objektiv geführt"

Salzbergen
Die Arbeitnehmervertretung der Schmierstoffraffinerie Salzbergen (SRS) bedauert Im Zusammenhang mit der geplanten Müllverbrennungsanlage (MVA) die "in der letzten Zeit nicht objektiv geführte Diskussion" und steht weiterhin dem Bau einer MVA positiv gegenüber.

Das unterstrichen der Betriebsrat (Hermann Casper, Reinhold Grothus, Klaus Brüggemann, Hermann Ehling, Thomas Küpker, Gerline Lier, Wilhelm Lohaus, Dieter Möllmann und Erich Weitzel) sowie die Vertrauensleute Norbert Rotermann und Helmut Künnemann in einer am Montag verbreiteten Erklärung. Im Einzelnen heißt es darin: "Die Arbeitnehmervertretung hat mit Interesse die Ergebnisse der Nachverhandlung mit dem OKD und den zukünftigen Betreibern zur Kenntnis genommen. Diese Vorgehensweise und die Ergebnisse finden beim Betriebsrat und den Vertrauensleuten volle Unterstützung. In diesen Gesprächen legt man sich in Einzelpositionen auf niedrigere Grenzwerte als gesetzlich gefordert verbindlich fest. Vor dem Hintergrund, dass die 17. Bundesimmissionsschutzverordnung die weltweit strengsten Immissionsschutzwerte für MVA festschreibt, ist dies für die Arbeltnehmervertreter ein erfreulicher Vorgang.

Der Arbeitnehmervertretung ist es in diesem Zusammenhang sehr wichtig, dass mit dem Begriff Grenzwert richtig umgegangen wird. Mit Erstaunen wird festgestellt, dass die Bürgerinitiative in ihrer Auflistung die Grenzwerte mit Betriebswerten anderer MVA vergleicht. Dieses muss zwangsläufig zu Falschinterpretationen führen. Bei Grenzwerten handelt es sich um maximale Obergrenzen. Bei Betriebswerten handelt es sich um Mittelwerte, die im laufenden Betrieb erreicht werden und die die Grenzwerte bei weitem unterschreiten. Auch eine zukünftig in Salzbergen betriebene MVA wird dann in ihren Betriebswerten deutlich unter den gesetzlichen/vereinbarten Grenzwerten liegen.

Mit Befremden nehmen die Arbeitnehmervertreter folgenden Satz der Bürgerbefragung zur Kenntnis: Bei Verbrennung und Rauchgasreinigung soll ein Verfahren eingesetzt werden, das nicht dem Stand der heutigen Technik entspricht. Des weiteren wird von einem Zukauf des Mülls gesprochen. Durch diese überzogen falschen Darstellungen versucht die Bürgerinitiative bei der Abstimmung der Bevölkerung ein Votum gegen die MVA zu erzielen. Grundsätzlich hält die Arbeitnehmervertretung eine Bürgerbefragung für legitim, jedoch sollte bei einer solchen Aktion auf Objektivität geachtet werden.

Uns Arbeitnehmervertreter ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass mit dem Bau einer MVA ein großer Schritt zur Kostenreduzierung und Kompensation des Standortnachteils erreicht wird. Da die SRS ein mittelständiges, nicht integriertes (von der Erdölförderung bis zur Vermarktung) Unternehmen ist, muss sie ständig besonders kostenoptimierend betrieben werden, um zukünftig anstehende Investitionen tätigen zu können. Der Bau einer MVA ist nur ein Element einer Vielzahl von innovativen Projekten, die zur Sicherung des Standortes der Raffinerie und somit der Arbeitsplätze beitragen sollen."




Siehe auch Müll aus anderen Landkreisen vom 10.12.1999

Siehe auch Nachteile auf der Hand vom 10.12.1999



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